Masterstudiengang Qualitätsmanagement (NOCH KEINE IMMATRIKULATION MÖGLICH)

Bedeutung des Qualitätsmanagement:
Es geht bei dem Begriff Qualität schon lange nicht mehr nur um die reine technische Qualität von Material, Werkzeugen, Maschinen und Produkten, sondern um die Verbesserung der Prozessqualität, der Qualitätsplanung und -organisation, um die ständige Qualifizierung der Mitarbeiter, der sozialen Kompetenz (Teamfähigket) der Mitarbeiter und um die Einbeziehung von Umweltfragen in die Prozess- und Produktqualität.

Qualitätsmanagement bezieht sich nicht mehr auf die nationale Wirtschaft, sondern hat im Zuge der Globalisierung der Wirtschaft international eine große Bedeutung erlangt.
Viele Unternehmen fertigen ihre Produkte nicht mehr nur im Stammunternehmen, sondern dort wo die Märkte sind, wo sie dem Kunden am nächsten sind. Kostengründe sind weitere Argumente der Unternehmen im Ausland zu produzieren.
Qualität muss in diesen neuen Fertigungsstandorten geplant, organisiert und gesichert werden und zwar nach international anerkannten Qualitätsstandards.
Am deutlichsten wird diese enorme Herausforderung, wenn mehrere Nationen ein gemeinsames Produkt fertigen, wobei jedes Land spezielle Komponenten dieses Produkts fertigen, wie es z.B. im Flugzeugbau und im Automobilbau praktiziert wird.
Diese qualitativ hochwertigen Produkte sind nicht mehr mit den traditionellen Aufbau- und Ablauforganisationen zu realisieren, sondern nur mit den Prinzipien des Total-Quality-Managements und der Modelle zur Erreichung von Business Excellence (z.B. durch EFQM - Modelle ).
Die globalen Geschäfte rücken immer enger, d.h. die Planung, Organisation und Sicherung der Qualität müssen viel enger aufeinander abgestimmt werden.

Ziel des Masterstudiums Qualitätsmanagement:
Der/Die Studierende wird erkennen, dass es heute nicht mehr ausreicht Qualitätssicherung traditioneller Ausprägung, d.h. abschließende Qualitätskontrolle bereits fertiger Produkte (Postline - Qualitätssicherung) mittels planmäßiger Stichprobenprüfungen (Acceptance Sampling, Annahmeprüfung) durchzuführen. Das ist Qualitätssicherung in einem sehr spätem Stadium, oftmals eine Qualitätssicherung die bereits zu spät kommt (rein reaktive Qualitätssicherung).

Der/Die Student(in) wird wissenschaftliche Methoden kennen lernen und anwenden, wie man Qualitätssicherung bereits im Anfangsstadium des Produktlebenszyklus einsetzt, d.h. die Methoden des Produkt- bzw. Prozessdesigns (Design of Experiments) als Bestandteile der Qualitätsplanung (Preline-Qualitätssicherung) einbezieht.
Es werden Managementmethoden vermittelt, die sich auf eine «Unternehmensweite Qualitätssicherung» bzw. CWQC (Company Wide Quality Control) beziehen, bis hin zum «Total Quality Management» (TQM).

Einsatzfelder des/der Absolventen(in)
Quelle: Karriereportal der VDI Nachrichten
  • Optimierung von Prozessen, Produkten, Anlagen:
    Schwachstellenanalyse, Bewertung der Produktqualität, Qualitätssicherung und Überwachung, Planung, Koordination und Verfolgung von Optimierungsmaßnahmen, Optimierung der Qualitätskontrolle, Umsetzung qualitätssichernder Maßnahmen in Entwicklungsprojekten, Planung, Durchführung und Auswertung von Qualitätsaudits, Bestimmung und Überwachung von Qualitätsmerkmalen, Schadensanalysen, Erstellung und Pflege des Qualitätshandbuchs, Mitwirkung an Zertifizierungsprozessen, Qualitätsvorausplanung von Produkten und Lieferanten, Entwicklung/Einführung standortübergreifender Qualitätssysteme, Formulieren/Aktualisieren von Richtlinien und Vorschriften, Erstellen von Kontrollplänen, Vorbereitung und Einführung von Qualitätstechniken wie SPC, Six Sigma, FMEA, Kaizen ..., Aufbau von Qualitätskostenerfassungssystemen
  • Beratung, Betreuung, Zusammenarbeit:
    Qualitätsabstimmung mit internationalen Kunden und Lieferanten, Zusammenarbeit mit Entwicklung, Produktion und Materialwirtschaft, Bearbeitung von Qualitätsproblemen und Reklamationen, Mitwirkung beim Troubleshooting von Produktionsproblemen, Lieferantenentwicklung bezüglich Qualitätssystemen und -prozessen, Beratung des Einkaufs bei der Lieferantenauswahl, Koordinierung fachübergreifender Teams bei der Problemanalyse/-lösung, Schulung der Mitarbeiter
  • Material- und Güteprüfung:
    Wareneingangsprüfung, Prüfung von Produkten und Werkstoffen, Materialanalysen, Schadensbegutachtung, Planung und Durchführung von Zuverlässigkeitsanalysen von Werkstoffen und Produkten, Verfassen von Prüfberichten, qualitäts- und werkstofftechnische Beratung
  • Managementaufgaben:
    Verantwortung für die systematische Beurteilung der Prozessabläufe, Richtlinien und Umsetzungskompetenz bei Qualitätsproblemen, Zusammenstellung und Analyse der Qualitätskennzahlen, Aufbau und Weiterentwicklung des Qualitätsmanagementsystems, Zertifizierung und Aufrecherhaltung dieses Systems, Überwachung und Sicherstellung des Einsatzes des QM-Systems, Etablieren von Qualitätszirkeln, Führung der Qualitätsbeauftragten und Mitarbeiter, Motivation und systematische Weiterbildung der Mitarbeiter, Durchführung und Leitung von produkt-,prozess- und werkstoffbezogenen Projekten entlang der Prozesskette
Beginn: Wintersemester, 1. September

Ablauf des Masterstudiums:
1. Semester:     Theoriesemester an der Hochschule Wismar
2. Semester:     Theoriesemester an der Hochschule Wismar
3. Semester:     Praxissemester in einem inländischen oder ausländischem
                          Unternehmen einschließlich der Anfertigung einer Projektarbeit
4. Semester:     Anfertigung der Master - Thesis einschließlich Kolloquium

Abschluss : Master of Engineering

Allgemeine Zulassungsvorraussetzungen :
Zugelassen werden Studenten, die einen berufsqualifizierenden Abschluss als Bachelor of Engineering oder
  • Bachelor of Science oder
  • Dipl.-Ing. (FH) oder
  • Dipl.-Ing. oder
  • Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) oder
  • Diplom-Wirtschaftsingenieur oder
  • Diplom einer naturwissenschaftlichen Disziplin
mit einer Gesamtnote von mindestens 2,5 haben.

Beratung :
Prof.Dr.-Ing.habil. Ralf-Jörg Redlin
Tel. 03841 / 753 430
r.redlin@mb.hs-wismar.de